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Putin und Xi schaffen Fakten

May 19, 2026  Twila Rosenbaum  17 views
Putin und Xi schaffen Fakten

Putin und Xi: Neue Allianz gegen den Westen

Die Weltpolitik erlebt einen historischen Wendepunkt: Wladimir Putin reist nach Peking, um Xi Jinping zu treffen – nur wenige Tage nach dem Besuch von US-Präsident Donald Trump. Die gestaffelten Visiten zeigen, wie sich die Gewichte verschieben. Xi Jinping, einst bemüht um gute Beziehungen zu Europa, setzt nun auf eine enge Achse mit Moskau und Washington – jedoch zu seinen eigenen Bedingungen.

Der Kremlsprecher ließ verlauten, Russland habe hohe Erwartungen an den Besuch. Es gehe um den „Ausbau der privilegierten strategischen Partnerschaft beider Länder“. Angesichts von Putins Krieg in der Ukraine, den vorherigen Konflikten in Syrien und Tschetschenien, wirken diese Worte bedrohlich. China hat sich bislang nicht von Russlands Barbarei distanziert, sondern stillschweigend unterstützt.

Die Abhängigkeit Russlands von China

Ohne chinesische Technologie könnte Russland seinen Krieg nicht fortsetzen. Computerchips für Drohnen und Raketen, mit denen ukrainische Zivilisten terrorisiert werden, kommen zunehmend aus China. Peking nutzt dies schamlos aus: „Für Peking ist Russlands Kriegszug eine einmalige Gelegenheit, das Nachbarland nach Strich und Faden auszunehmen“, zitiert der Artikel einen Handelsexperten. Chinesische Lieferungen werden reich entlohnt, während die Ukraine leidet.

Gleichzeitig buhlt Trump um Xi: Er soll die Iraner dazu bringen, die Straße von Hormus freizugeben und auf Atomwaffen zu verzichten. Xi jedoch diktiert die Bedingungen. Zum Taiwan-Konflikt stellte er klar: Der US-Präsident solle sich aus dem demokratischen Inselstaat heraushalten, sonst werde es böse enden. Trump kuschte – ein Zeichen der Schwäche.

Demokratie unter Druck

Während Autokraten ihre Macht festigen, erodiert die Demokratie weltweit. Vor 20 Jahren lebte die Hälfte der Weltbevölkerung in Demokratien – heute ist es deutlich weniger. Die Demokratieforscherin Marina Nord spricht von einer „dritten Welle der Autokratisierung“. In Deutschland zeigen Umfragen, dass die AfD in Sachsen-Anhalt bei 42 Prozent liegt. Die Partei plant offenbar, bei einem Landtagswahlsieg die Schulpflicht abzuschaffen, aus der EU auszutreten und den Euro zu kippen. Solche Vorhaben würden größeres Unheil anrichten als alle bisherigen deutschen Krisen.

Die AfD-Kaderschmiede „Schwarz-Rot-Gold-Akademie“ bereitet sich auf die Machtübernahme vor. Sie sucht gezielt Juristen aus rechtsgerichteten Burschenschaften, darunter Aktivisten aus der Akademie des rechtsextremen Verlegers Götz Kubitschek. 150 bis 200 Posten sollen besetzt werden, um die Landesverwaltung von Sachsen-Anhalt zu kontrollieren. Nein, „einfach mal machen lassen“ ist keine Lösung, aber mehr Elan und Kompromissbereitschaft der demokratischen Mitte sind dringend nötig.

Grönland: Trumps imperialer Traum

Ein weiteres Zeichen für die Verschiebung der Machtverhältnisse ist Trumps Interesse an Grönland. Sein Sondergesandter Jeff Landry, derzeit auf der Insel, soll den Druck erhöhen. Trump hat seine Einverleibungs-Fantasien trotz diplomatischer Gespräche mit Dänemark und Grönland nicht aufgegeben. Die grönländische Regierung warnt: Die USA wollen die Arktis-Insel weiter übernehmen. Landry selbst sprach von der Ehre, Trump bei der Aufgabe zu dienen, „Grönland zu einem Teil der USA zu machen“. Die Visite ohne Einladung zeigt erhöhte Wachsamkeit auf der Insel.

Der Zustand des deutschen Waldes

In Deutschland präsentiert Landwirtschaftsminister Alois Rainer die Waldzustandserhebung 2025. Fast ein Drittel der Landfläche ist von Wald bedeckt, aber die Vitalität der Bäume ist alarmierend. Vier von fünf Bäumen weisen Schäden auf – eine Folge der Trockenjahre 2018 bis 2022. 1984 war noch fast jeder zweite Baum gesund. Um die Wälder zu schützen, wären weniger Einschläge in alten Laubwäldern und die Umwandlung von Nadelforsten in Laubmischwälder nötig. Der Wald dient nicht nur als Holzlieferant, sondern auch als Kohlenstoffspeicher und Rückzugsort für die Artenvielfalt.

Politische Krisen in Europa

Während sich die Weltlage zuspitzt, kämpfen europäische Regierungen mit internen Problemen. In Großbritannien hält Premierminister Keir Starmer trotz massiven Gegenwindes an seinem Amt fest. Viele Journalisten fordern seinen Rücktritt, doch der Premier zeigt Haltung. In Deutschland gerät Kanzler Merz unter Druck, die Union rutscht in Umfragen hinter die AfD. Es mehren sich Streits über Rente, Gesundheit, Pflege und Steuern – selbst der Acht-Stunden-Tag wird zum Zankapfel. Udo Lindenberg empfahl einmal: „Immer locker bleiben“. Doch angesichts der apokalyptischen Beschwörungen vieler Kommentatoren scheint Gelassenheit schwer.

Die Welt braucht keine Panikmache, sondern entschlossene demokratische Führung. Die Verschiebung der globalen Gewichte erfordert eine klare Positionierung der westlichen Demokratien. Die Achse Peking-Moskau wird weiter wachsen, während Trump versucht, seinen Einfluss zu sichern. Für Deutschland bedeutet das: Die demokratischen Parteien müssen jetzt Mut und Kompromissbereitschaft zeigen, um die Herausforderungen zu meistern – sonst überlassen sie das Feld den Autokraten und Populisten.


Source: MSN News


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